Die Kühllast eines Raums setzt sich aus mehreren Quellen zusammen: der Wärme, die durch Wände und Fenster hereinkommt, der Sonneneinstrahlung durch die Verglasung, den Menschen im Raum und allem, was Strom verbraucht. Jede davon wird in Watt gerechnet und am Ende addiert.
Die Faustregel „sechzig Watt je Quadratmeter“ ignoriert genau diese Unterschiede. Ein Nordzimmer ohne Geräte braucht deutlich weniger, ein Südbüro mit vier Rechnern das Doppelte — deshalb fragt dieser Rechner nach den einzelnen Posten.
Sonne durch Glas ist die größte Einzelquelle
Ein Quadratmeter unbeschattetes Südfenster lässt an einem Sommertag bis zu 500 Watt Wärme herein — mehr als fünf Personen zusammen abgeben. Bei vier Quadratmetern Fensterfläche sind das 2 000 Watt, die die Anlage wegkühlen muss.
Eine außen liegende Beschattung senkt diesen Wert um rund drei Viertel, innenliegende Vorhänge nur um ein Viertel: Was hinter dem Glas hängt, hat die Wärme bereits im Raum. Deshalb ist die Markise die wirksamere Investition als die größere Anlage.
Was BTU bedeutet und warum es überall steht
BTU je Stunde ist die amerikanische Einheit für Kühlleistung; 1 000 Watt entsprechen 3 412 BTU/h. Weil der Weltmarkt für Klimageräte amerikanisch geprägt ist, steht die Zahl auf fast jeder Verpackung.
Die gängigen Gerätegrößen 9 000, 12 000 und 18 000 BTU entsprechen 2,6, 3,5 und 5,3 Kilowatt. Ein Gerät sollte nicht deutlich überdimensioniert sein: Es kühlt dann schnell herunter, schaltet ab und entfeuchtet zu wenig, was den Raum klamm werden lässt.