Für eine Neuanlage werden rund 25 Gramm Saatgut je Quadratmeter gerechnet, für eine Nachsaat in bestehenden Rasen 15. Mehr ist nicht besser: Zu dicht gesäte Gräser konkurrieren um Licht und bleiben schwach.
Beim Dünger zählt nicht die Menge des Produkts, sondern der Stickstoffanteil darin. Fünf Gramm Stickstoff je Quadratmeter sind bei einem Dünger mit zwanzig Prozent Stickstoff also 25 Gramm Produkt.
Wann gesät wird
Rasensamen keimen ab acht Grad Bodentemperatur zuverlässig. Die beiden Zeitfenster sind deshalb Mitte April bis Anfang Juni und Mitte August bis Ende September — der Spätsommer ist der bessere, weil der Boden warm und die Unkrautkonkurrenz gering ist.
Nach der Aussaat muss die Fläche zwei bis drei Wochen dauerhaft feucht bleiben, bei Trockenheit also täglich beregnet werden. Ein einziger Tag Austrocknung nach dem Quellen tötet die Keimlinge.
Kalken hilft nur bei saurem Boden
Gräser wachsen am besten bei einem pH-Wert zwischen 5,5 und 6,5 auf Sandboden und bis 7,0 auf Lehm. Ein Bodentest für wenige Euro klärt, ob überhaupt Kalkbedarf besteht — pauschales Kalken schadet mehr, als es nützt.
Ist der Boden zu sauer, rechnet man mit rund 150 bis 200 Gramm kohlensaurem Kalk je Quadratmeter, verteilt auf zwei Gaben im Abstand eines Jahres. Moos im Rasen ist übrigens meist ein Zeichen für Verdichtung und Schatten, nicht für zu sauren Boden.