Die Bodenfläche eines rechteckigen Raums ist Länge mal Breite. Die Wandfläche ist der Umfang mal die Höhe — und erst nach Abzug von Türen und Fenstern die Zahl, mit der man Farbe oder Tapete kauft.
Für krumme Grundrisse zerlegt man den Raum in Rechtecke und addiert. Eine Nische von 1,2 mal 0,8 Metern ist knapp ein Quadratmeter mehr, den der Bodenleger sonst nicht einplant.
Wohnfläche ist nicht gleich Grundfläche
Die Wohnflächenverordnung zählt Räume unter Dachschrägen nur teilweise: unter einem Meter Höhe gar nicht, zwischen einem und zwei Metern zur Hälfte, darüber voll. Balkone und Terrassen gehen in der Regel zu einem Viertel ein.
Deshalb weicht die im Mietvertrag genannte Wohnfläche oft von dem ab, was ein Zollstock ergibt. Weicht sie um mehr als zehn Prozent nach unten ab, ist das nach ständiger Rechtsprechung ein Mangel.
Wie viel Material auf die Fläche geht
Wandfarbe deckt je nach Produkt sechs bis acht Quadratmeter je Liter und Anstrich. Für zwei Anstriche rechnet der Rechner mit sieben Quadratmetern je Liter — bei kräftigen Untergründen eher weniger.
Bei Bodenbelägen kommen fünf bis zehn Prozent Verschnitt hinzu, bei diagonaler Verlegung oder Mustern mehr. Wer knapp kalkuliert, riskiert eine Nachbestellung aus einer anderen Charge mit sichtbar anderem Farbton.