Abwanderungsraten-Rechner

Wie viele Kunden gehen — und was das über ein Jahr bedeutet.

4 % Abwanderung je Monat, aufs Jahr 38,7 % — Kunden bleiben im Schnitt 25 Monate.

Abwanderungsrate
4 % je Monat — 96 von 2.400 Kunden
Auf das Jahr gerechnet
38,7 % — über die Bindungsrate hochgerechnet, nicht mal 12 genommen; die einfache Multiplikation ergäbe 48 %
Durchschnittliche Verweildauer
25 Monate im Schnitt — der Kehrwert der Rate
Nettoentwicklung
+34 Kunden, Bestand am Ende 2.434 — 1,42 %
Entgangener Umsatz
4.704,00 € je Monat entgehen durch die Abgänge, aufs Jahr 56.448,00 €

Die Abwanderungsrate ist der Anteil der Kunden, die in einer Periode gehen: verlorene Kunden geteilt durch den Bestand zu Beginn. Vier Prozent im Monat klingen harmlos — über ein Jahr sind das aber 39 Prozent, nicht 48.

Der Unterschied entsteht, weil jeden Monat nur die verbliebenen Kunden gehen können. Deshalb wird die Jahresrate über die Bindungsrate hochgerechnet, nicht durch Multiplikation mit zwölf.

Die Verweildauer folgt direkt aus der Rate

Der Kehrwert der Abwanderungsrate ist die durchschnittliche Verweildauer: Bei vier Prozent monatlich bleibt ein Kunde im Schnitt 25 Monate. Diese Zahl steckt in jeder Kundenwertrechnung und ist der Grund, warum ein Prozentpunkt weniger Abwanderung so viel wert ist.

Von vier auf drei Prozent bedeutet 33 statt 25 Monate — ein Drittel mehr Kundenwert, ohne dass ein einziger Neukunde gewonnen werden müsste. Deshalb ist Bindung fast immer günstiger als Akquise.

Was die Rate verschweigt

Sie zählt Köpfe, nicht Umsatz. Gehen überwiegend kleine Kunden, sieht die Rate schlecht aus, ohne dass es weh tut; gehen die größten, ist die Rate niedrig und der Schaden groß. Deshalb wird zusätzlich die umsatzgewichtete Abwanderung betrachtet.

Auch der Zeitpunkt zählt: Kunden, die in den ersten Wochen abspringen, deuten auf ein Versprechen hin, das das Produkt nicht hält. Wer nach Jahren geht, hatte einen anderen Grund — beides in einer Zahl zusammenzufassen verdeckt mehr, als es zeigt.

Häufige Fragen

Zählen Neukunden in die Rate hinein?
Nein. Im Nenner steht der Bestand zu Beginn der Periode, nicht der Durchschnitt und nicht der Endbestand. Wer die Neuzugänge einrechnet, verwässert die Rate und macht sie zwischen wachsenden und stabilen Perioden unvergleichbar.
Welche Rate ist normal?
Das hängt stark vom Geschäft ab: Bei Abonnements für Unternehmen gelten unter einem Prozent monatlich als gut, bei Verbraucherdiensten liegen fünf Prozent im üblichen Rahmen. Aussagekräftig ist vor allem die eigene Entwicklung über die Zeit.

Quellen

Stand der Werte: 2026. Die Ergebnisse sind Orientierungswerte und ersetzen keine Steuerberatung.

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