Marge-und-Aufschlag-Rechner

Handelsspanne und Kalkulationsaufschlag ineinander umrechnen — die zwei Zahlen, die dauernd verwechselt werden.

40,00 € Einkauf und 66,67 € Verkauf sind 40 % Marge — aber 66,67 % Aufschlag.

Verkaufspreis netto
66,67 €
Verkaufspreis brutto
79,33 €
Marge vom Verkaufspreis
40 %
Aufschlag auf den Einkauf
66,67 %
Deckungsbeitrag je Stück
26,67 €

Marge und Aufschlag beschreiben denselben Sachverhalt aus zwei Richtungen. Die Marge misst den Gewinn am Verkaufspreis, der Aufschlag am Einkaufspreis — und deshalb sind fünfzig Prozent Aufschlag nur 33 Prozent Marge.

Die Verwechslung ist der häufigste Kalkulationsfehler im Handel. Wer bei vierzig Euro Einkauf vierzig Prozent Marge will und stattdessen vierzig Prozent aufschlägt, verkauft für 56 statt 66,67 Euro und verschenkt bei jedem Stück gut zehn Euro.

Die beiden Formeln

Aus dem Aufschlag wird die Marge, indem man ihn durch hundert plus Aufschlag teilt: fünfzig Prozent Aufschlag ergeben 50 ÷ 150, also 33,3 Prozent Marge. Umgekehrt wird aus der Marge der Aufschlag, indem man sie durch hundert minus Marge teilt.

Der Abstand wächst mit der Höhe. Bei zehn Prozent liegen Marge und Aufschlag noch nah beieinander (9,1 zu 10), bei siebzig Prozent Marge braucht es bereits 233 Prozent Aufschlag.

Warum der Deckungsbeitrag die wichtigere Zahl ist

Die Marge in Prozent sagt nichts darüber, ob ein Geschäft trägt. Entscheidend ist der Deckungsbeitrag in Euro je Stück mal der Absatzmenge — er muss die Fixkosten decken, bevor überhaupt Gewinn entsteht.

Ein Artikel mit zwanzig Prozent Marge und hoher Drehung kann mehr beitragen als einer mit sechzig Prozent, der zweimal im Jahr verkauft wird. Deshalb steht in Handelskalkulationen neben der Spanne immer die Umschlagshäufigkeit.

Häufige Fragen

Wird die Mehrwertsteuer in die Marge eingerechnet?
Nein. Marge und Aufschlag werden immer auf Nettobeträge gerechnet, weil die Umsatzsteuer ein durchlaufender Posten ist. Der Bruttopreis dient nur der Auszeichnung im Laden.
Was ist eine übliche Handelsspanne?
Sie unterscheidet sich stark nach Branche: Lebensmitteleinzelhandel liegt bei 20 bis 30 Prozent, Bekleidung bei 50 bis 60, Gastronomie bei 65 bis 75 auf Getränke. Die höhere Spanne gleicht dabei meist geringere Umschlagshäufigkeit oder höheren Aufwand aus.

Quellen

Stand der Werte: 2026. Die Ergebnisse sind Orientierungswerte und ersetzen keine Steuerberatung.

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