ROAS-Rechner

Umsatz je Werbeeuro, der Break-even-ROAS aus der Marge und die Frage, ob die Kampagne wirklich trägt.

3.000 € Umsatz auf 600 € Werbung sind ein ROAS von 5.

ROAS
5
ROAS in Prozent
500 %
Break-even-ROAS
3,33
Rohertrag nach Werbekosten
300 €
Beurteilung
trägt sich: 5 liegt über dem Break-even von 3,33

Der ROAS sagt, wie viel Umsatz ein Werbeeuro bringt: 3000 € Umsatz auf 600 € Werbung sind ein ROAS von 5. Was er nicht sagt, ist, ob dabei Geld verdient wurde — dafür fehlt die Marge.

Deshalb rechnet dieses Werkzeug beides: den ROAS und die Schwelle, ab der er sich lohnt. Bei 30 % Deckungsspanne liegt sie bei 3,33 — darunter kostet jeder zusätzliche Umsatz mehr, als er einbringt.

Break-even ist eins geteilt durch die Marge

Bei 30 % Deckungsspanne bleiben von 100 € Umsatz 30 € übrig. Damit die Werbung sich trägt, muss ein Werbeeuro also mindestens 1 ÷ 0,30 = 3,33 € Umsatz erzeugen.

Bei 50 % Marge genügt ein ROAS von 2, bei 10 % braucht es 10. Genau deshalb sind ROAS-Ziele ohne Margenangabe wertlos: Dieselbe Zahl bedeutet in zwei Geschäften das Gegenteil.

Was der ROAS unterschlägt

Retouren, Versandkosten und Zahlungsgebühren stehen im Umsatz, aber nicht in der Marge, wenn man sie vergisst. Ein Modehändler mit vierzig Prozent Retouren rechnet auf dem Papier profitabel und in der Kasse nicht.

Ebenso fehlt der Wiederkauf: Ein ROAS unter dem Break-even kann sinnvoll sein, wenn der Kunde ein zweites Mal kommt. Dann ist die richtige Kennzahl nicht der ROAS der Kampagne, sondern der Wert des Kunden über seine Lebensdauer.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen ROAS und ROI?
Der ROAS setzt Umsatz zu Werbekosten, der ROI Gewinn zu Gesamtkosten. Ein ROAS von 5 klingt gut, kann aber einem ROI von null entsprechen, wenn Ware, Versand und Retouren die restlichen vier Fünftel auffressen.
Ist ein ROAS von 10 doppelt so gut wie einer von 5?
Für den einzelnen Euro ja, für das Geschäft nicht unbedingt. Ein hoher ROAS entsteht oft bei kleinem Budget auf der wärmsten Zielgruppe. Wer skaliert, sieht den ROAS sinken und den Gewinn trotzdem steigen.
Welcher ROAS ist gut?
Jeder über dem eigenen Break-even. Eine allgemeine Zahl gibt es nicht: Im Lebensmittelhandel mit fünf Prozent Marge ist ein ROAS von 20 nötig, bei digitalen Produkten mit neunzig Prozent Marge genügt 1,2.

Quellen

Stand der Werte: 2026. Die Ergebnisse sind Orientierungswerte und ersetzen keine Steuerberatung.

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