Durchschnittlicher Bestellwert

Warenkorbhöhe, Bestellungen je Kunde und was zehn Prozent mehr Bestellwert im Umsatz ausmachen.

9.000 € auf 300 Bestellungen sind 30 € je Bestellung.

Durchschnittlicher Bestellwert
30 €
Umsatz je Kunde
45 €
Bestellungen je Kunde
1,5
Umsatz nach der Steigerung
9.900 €
Zusätzlicher Umsatz
900 €

Der durchschnittliche Bestellwert ist Umsatz geteilt durch Bestellungen — eine der wenigen Kennzahlen, die man ohne Werbebudget verbessern kann. Ein Prozent mehr Bestellwert ist ein Prozent mehr Umsatz, ohne einen einzigen zusätzlichen Besucher.

Der Rechner stellt ihm deshalb den Umsatz je Kunde zur Seite. Beide Zahlen fallen auseinander, sobald Kunden mehrmals kaufen — und genau diese Lücke ist der interessante Teil.

Bestellwert und Kundenwert sind zwei Dinge

300 Bestellungen von 200 Kunden sind 1,5 Bestellungen je Kunde. Bei 30 € Bestellwert bringt ein Kunde also 45 € — und die zweite Bestellung kostet keine Werbung mehr.

Wer nur den Bestellwert optimiert, übersieht diesen Hebel. Ein Shop mit niedrigem Bestellwert und hoher Wiederkaufrate kann profitabler sein als einer mit dem doppelten Warenkorb und einmaligen Käufern.

Womit der Bestellwert steigt

Versandkostenfrei ab einer Schwelle knapp über dem heutigen Durchschnitt, Mengenrabatt ab der zweiten Einheit, passendes Zubehör im Warenkorb — alle drei wirken auf dieselbe Zahl.

Die Schwelle für Versandkostenfreiheit gehört dabei etwa zwanzig bis dreißig Prozent über den aktuellen Bestellwert: Weiter oben wird sie ignoriert, weiter unten nimmt man sie ohnehin mit.

Häufige Fragen

Rechne ich mit oder ohne Mehrwertsteuer?
Beides ist üblich, aber im Vergleich muss es dasselbe sein. Ein Bestellwert brutto liegt bei 19 % Steuersatz um fast ein Fünftel über demselben Warenkorb netto — das reicht, um zwei Zeiträume unvergleichbar zu machen.
Zählen Retouren mit?
Sinnvollerweise nicht. Ein Bestellwert auf Bruttobestellungen sieht in Branchen mit hoher Retourenquote deutlich besser aus als die Wirklichkeit. Wer steuern will, rechnet mit dem, was behalten wurde.
Warum sinkt der Bestellwert im Angebotszeitraum?
Weil Rabattaktionen Käufer anziehen, die gezielt das günstige Einzelstück nehmen. Der Umsatz steigt trotzdem, weil die Zahl der Bestellungen stärker wächst als der Wert je Bestellung fällt.

Quellen

Stand der Werte: 2026. Die Ergebnisse sind Orientierungswerte und ersetzen keine Steuerberatung.

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