Der durchschnittliche Bestellwert ist Umsatz geteilt durch Bestellungen — eine der wenigen Kennzahlen, die man ohne Werbebudget verbessern kann. Ein Prozent mehr Bestellwert ist ein Prozent mehr Umsatz, ohne einen einzigen zusätzlichen Besucher.
Der Rechner stellt ihm deshalb den Umsatz je Kunde zur Seite. Beide Zahlen fallen auseinander, sobald Kunden mehrmals kaufen — und genau diese Lücke ist der interessante Teil.
Bestellwert und Kundenwert sind zwei Dinge
300 Bestellungen von 200 Kunden sind 1,5 Bestellungen je Kunde. Bei 30 € Bestellwert bringt ein Kunde also 45 € — und die zweite Bestellung kostet keine Werbung mehr.
Wer nur den Bestellwert optimiert, übersieht diesen Hebel. Ein Shop mit niedrigem Bestellwert und hoher Wiederkaufrate kann profitabler sein als einer mit dem doppelten Warenkorb und einmaligen Käufern.
Womit der Bestellwert steigt
Versandkostenfrei ab einer Schwelle knapp über dem heutigen Durchschnitt, Mengenrabatt ab der zweiten Einheit, passendes Zubehör im Warenkorb — alle drei wirken auf dieselbe Zahl.
Die Schwelle für Versandkostenfreiheit gehört dabei etwa zwanzig bis dreißig Prozent über den aktuellen Bestellwert: Weiter oben wird sie ignoriert, weiter unten nimmt man sie ohnehin mit.