Eine Besprechung kostet die Arbeitszeit aller Beteiligten, und die ist teurer als das Bruttogehalt vermuten lässt. Bei 55 000 Euro im Jahr und 40 Wochenstunden liegt der Stundenlohn bei 26,35 Euro — mit Arbeitgeberanteil und Ausfallzeiten sind es rund 33.
Acht Personen eine Stunde lang binden damit gut 260 Euro. Wöchentlich wiederholt sind das über 12 000 Euro im Jahr, und die Vorbereitung ist darin noch nicht enthalten.
Warum der Vollkostensatz höher ist als der Stundenlohn
Zum Bruttogehalt kommen die Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung von rund 21 Prozent, dazu Urlaub, Feiertage und Krankheitstage, die bezahlt, aber nicht gearbeitet werden. Ein Vollkostensatz von 25 bis 35 Prozent über dem Brutto ist deshalb der übliche Ansatz.
Arbeitsplatzkosten wie Büro, Hardware und Software kommen darüber hinaus und werden je nach Kalkulation mit weiteren zehn bis zwanzig Prozent angesetzt. Der Rechner lässt sie außen vor, damit die Zahl konservativ bleibt.
Was die Zahl nicht sagt
Ein teures Meeting ist nicht automatisch ein schlechtes: Eine Entscheidung, die sonst drei Wochen liegen bleibt, ist die 260 Euro leicht wert. Die Zahl beantwortet nicht, ob die Besprechung nötig war, sondern was sie kostet.
Nützlich wird sie im Vergleich: dieselbe Runde als Umlaufbeschluss oder als Kurzprotokoll kostet einen Bruchteil. Und sie macht sichtbar, was die Einladung einer weiteren Person tatsächlich bedeutet — bei acht Teilnehmern kostet jeder zusätzliche rund 33 Euro je Stunde.