Provisionsrechner

Provision auf Umsatz oder Deckungsbeitrag, mit Staffel und Grundgehalt.

Bis zu dieser Grenze wird nichts gezahlt; erst darüber greift der Satz.

Null schaltet die Staffel ab.

80.000,00 € Umsatz ergeben 900,00 € Provision — effektiv 1,13 % der Grundlage.

Provision
900,00 €
Gesamtverdienst
4.100,00 €
Effektiver Satz auf die Grundlage
1,13 %
Aufteilung
900,00 € aus 30.000,00 € über dem Freibetrag zu 3 %
Variabler Anteil am Verdienst
22 % des Verdienstes sind variabel

Provisionen sind selten ein glatter Prozentsatz vom Umsatz. Meist gibt es eine Schwelle, ab der überhaupt gezahlt wird, und häufig eine zweite, ab der ein höherer Satz greift — der effektive Satz auf den Gesamtumsatz liegt dann irgendwo dazwischen.

Bei 80 000 Euro Umsatz, 50 000 Euro Freibetrag und drei Prozent sind das 900 Euro. Auf den ganzen Umsatz gerechnet ist das ein effektiver Satz von 1,13 Prozent, nicht von drei.

Umsatz oder Deckungsbeitrag

Eine Provision auf den Umsatz belohnt Abschlüsse, auch schlecht verhandelte. Eine Provision auf den Deckungsbeitrag belohnt Abschlüsse, die etwas einbringen — und ist der Grund, warum Rabatte im Vertrieb plötzlich seltener werden, wenn die Bemessungsgrundlage wechselt.

Der Nachteil ist die Nachvollziehbarkeit: Der Deckungsbeitrag hängt an internen Kostensätzen, die sich ändern können. Eine Provisionsvereinbarung sollte deshalb festlegen, welche Kosten in die Rechnung eingehen und wann sie angepasst werden dürfen.

Wie die Staffel gerechnet wird

Der erhöhte Satz gilt nur für den Teil oberhalb der Staffelgrenze, nicht rückwirkend für alles. Das entspricht dem Aufbau des Einkommensteuertarifs und verhindert den Sprung, bei dem ein Euro mehr Umsatz plötzlich Hunderte Euro mehr Provision auslöst.

Verträge, die den höheren Satz auf den gesamten Umsatz anwenden, gibt es trotzdem. Sie erzeugen genau diesen Sprung — und damit den Anreiz, Abschlüsse über den Jahreswechsel zu schieben.

Häufige Fragen

Wann entsteht der Provisionsanspruch?
Für Handelsvertreter regelt § 87a HGB, dass der Anspruch grundsätzlich mit der Ausführung des Geschäfts durch den Unternehmer entsteht. Für angestellte Vertriebsmitarbeiter richtet es sich nach dem Arbeitsvertrag — üblich ist die Zahlung nach Zahlungseingang beim Kunden.
Was passiert bei Stornierungen?
Bleibt die Zahlung des Kunden aus, entfällt der Provisionsanspruch, und bereits gezahlte Provision kann zurückgefordert werden. Deshalb arbeiten viele Unternehmen mit einer Stornoreserve, die einen Teil der Provision für einige Monate einbehält.

Quellen

Stand der Werte: 2026. Die Ergebnisse sind Orientierungswerte und ersetzen keine Steuerberatung.

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