Dividendenrendite berechnen

Die Rendite einer Dividende zum Kurs, die Rendite auf den eigenen Einstand und die Ausschüttungsquote.

2 € Dividende auf einen Kurs von 50 € sind 4 Prozent.

Dividendenrendite
4 %
Rendite auf den Einstand
5,71 % auf 35 €
Ertrag im Jahr
200 € brutto
Ausschüttungsquote
62,5 % des Gewinns
Einordnung
im üblichen Bereich

Die Dividendenrendite setzt die Ausschüttung ins Verhältnis zum Kurs: zwei Euro auf einen Kurs von fünfzig sind vier Prozent. Sie ändert sich mit jedem Kursschritt, ohne dass das Unternehmen etwas getan hätte.

Deshalb steht daneben die Rendite auf den eigenen Einstandskurs. Wer früher gekauft hat, verdient auf sein eingesetztes Geld mehr, als die Kurstafel heute ausweist.

Warum eine hohe Rendite kein Kaufgrund ist

Die Rendite steigt, wenn der Kurs fällt. Eine Aktie, die von achtzig auf vierzig gefallen ist, zeigt plötzlich die doppelte Dividendenrendite — und häufig hat der Markt den Kurs gesenkt, weil er genau diese Dividende für gefährdet hält.

Deshalb ist die Ausschüttungsquote die wichtigere Zahl. Sie sagt, welcher Anteil des Gewinns ausgeschüttet wird. Über hundert Prozent zahlt ein Unternehmen aus der Substanz, und das hält keine Bilanz lange durch.

Was von der Dividende ankommt

Auf Kapitalerträge fallen in Deutschland Abgeltungsteuer, Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer an. Bei ausländischen Aktien kommt eine Quellensteuer des Sitzlandes hinzu, die je nach Doppelbesteuerungsabkommen ganz, teilweise oder gar nicht angerechnet wird.

Dieser Rechner nennt die Bruttowerte. Wer den Nettoertrag braucht, muss von der Ausschüttung die eigene Steuerlast abziehen — sie hängt von Freistellungsauftrag, Konfession und Depotland ab und lässt sich nicht pauschal ansetzen.

Häufige Fragen

Warum fällt der Kurs am Tag der Ausschüttung?
Weil das Geld das Unternehmen verlässt. Am Ex-Tag wird die Aktie ohne Dividendenanspruch gehandelt und öffnet rechnerisch um genau diesen Betrag tiefer. Wer am Tag vor der Ausschüttung kauft, bekommt die Dividende und verliert sie im Kurs — ein Nullsummenspiel vor Steuern.
Was ist eine Dividendenaristokratie?
Ein Unternehmen, das seine Dividende über viele Jahre in Folge erhöht hat — in den USA gelten fünfundzwanzig Jahre als Schwelle, in Europa meist zehn. Die Serie sagt etwas über die Verlässlichkeit, aber nichts über die künftige Rendite.
Ist die Ausschüttungsquote über hundert Prozent immer schlecht?
Nicht zwingend. In einem einmalig schwachen Jahr halten Unternehmen die Dividende oft bewusst stabil, um das Signal zu vermeiden. Dauerhaft über hundert Prozent ist es dagegen ein Warnzeichen: Dann wird aus Rücklagen oder Krediten ausgeschüttet.

Quellen

Stand der Werte: 2026. Die Ergebnisse sind Orientierungswerte und ersetzen keine Steuerberatung.

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