Wechselkursgebühr berechnen

Was ein Umtausch wirklich kostet — der Aufschlag im Kurs, die Gebühren und der Vergleich zum Devisenmittelkurs.

Der Umtausch von 1.000 € kostet 27,78 € — 2,78 Prozent.

Sie erhalten
1.050 in der Fremdwährung
Zum Mittelkurs wären es
1.080
Gesamtkosten
27,78 €
Als Anteil am Betrag
2,78 %
Aufschlag im Kurs allein
2,78 % gegenüber dem Mittelkurs

Ein Umtausch kostet fast nie das, was auf dem Schild steht. Der sichtbare Teil sind Gebühren, der größere Teil steckt im Kurs: Wer zum Mittelkurs 1,08 tauschen könnte und 1,05 bekommt, zahlt fast drei Prozent, ohne dass eine Gebühr genannt wird.

Der Devisenmittelkurs ist der Kurs zwischen An- und Verkauf im Interbankenhandel — die Zahl, die Suchmaschinen und Nachrichten nennen. Er ist der einzige neutrale Vergleichsmaßstab.

Wo der Aufschlag versteckt wird

Wechselstuben am Flughafen arbeiten fast ausschließlich über den Kurs und werben mit „gebührenfrei“. Vier bis acht Prozent Abstand zum Mittelkurs sind dort üblich, bei kleinen Beträgen auch mehr.

Banken und Karten nennen dagegen häufig ein Auslandseinsatzentgelt von ein bis zwei Prozent — und legen zusätzlich einen Aufschlag in den Kurs. Erst beide Teile zusammen ergeben den wahren Preis, und genau den rechnet dieses Werkzeug aus.

Die Falle der Umrechnung am Terminal

Wenn ein Geldautomat oder ein Kartenterminal im Ausland anbietet, „in Euro abzurechnen“, übernimmt der Betreiber den Umtausch und setzt seinen eigenen Kurs. Dieser Aufschlag liegt regelmäßig zwischen drei und sechs Prozent und kommt zu allem hinzu, was die eigene Bank ohnehin berechnet.

Die Antwort lautet deshalb immer: in der Landeswährung abrechnen. Dann rechnet die eigene Karte um, zu einem Kurs, der dem Mittelkurs meist deutlich näher liegt.

Häufige Fragen

Warum unterscheiden sich An- und Verkaufskurs?
Weil die Spanne das Geschäft ist. Der Händler kauft billiger, als er verkauft, und lebt von der Differenz — dem Spread. Der Mittelkurs liegt genau dazwischen und ist für Privatkunden nirgends erhältlich; die Frage ist nur, wie weit der angebotene Kurs davon abweicht.
Lohnt es sich, Bargeld vorher zu tauschen?
Meist nicht. Karten und Anbieter mit Mittelkurs-Nähe sind fast immer günstiger als Wechselstuben, und Bargeld will vorgehalten und bewacht werden. Ein kleiner Betrag für die ersten Stunden ist sinnvoll, mehr selten.
Was ist ein guter Aufschlag?
Unter einem Prozent ist gut, bis zwei ist marktüblich, über drei ist teuer. Bei größeren Beträgen lohnt der Vergleich besonders: Ein Prozentpunkt auf zehntausend Euro sind hundert Euro für dieselbe Sekunde Rechenarbeit.

Quellen

Stand der Werte: 2026. Die Ergebnisse sind Orientierungswerte und ersetzen keine Steuerberatung.

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