Ein Sparziel hat zwei Unbekannte, die zusammenhängen: die monatliche Rate und die Zeit. Ist eine davon gesetzt, ergibt sich die andere — und der Zins verschiebt beide zugunsten des Sparers.
Bei 2,5 Prozent und fünf Jahren tut der Zins noch wenig; bei fünfzehn Jahren trägt er einen erheblichen Teil des Ziels. Genau deshalb ist früh anfangen wirksamer als viel einzahlen.
Warum der Zinseszins erst spät wirkt
Zinsen entstehen auf das bereits angesparte Kapital. Im ersten Jahr ist dieses klein, im zehnten groß — deshalb wächst der Zinsanteil nicht gleichmäßig, sondern beschleunigt sich.
Bei 250 Euro monatlich und 2,5 Prozent stammen nach fünf Jahren rund 6 Prozent des Endbetrags aus Zinsen, nach zwanzig Jahren fast ein Viertel. Die Kurve wird erst nach Jahren steil.
Was die Rechnung nicht enthält
Auf Zinserträge fallen 25 Prozent Abgeltungsteuer plus Solidaritätszuschlag an, sofern der Sparer-Pauschbetrag von 1 000 Euro ausgeschöpft ist. Der Rechner zeigt den Betrag vor Steuern.
Ebenso wenig ist die Inflation berücksichtigt. 20 000 Euro in zehn Jahren haben bei zwei Prozent Teuerung die Kaufkraft von heute rund 16 400 Euro — das Ziel sollte in Kaufkraft gedacht werden, nicht in Nominalbeträgen.