Zinseszins heißt: Zinsen werden mitverzinst. Das klingt unspektakulär und ist der Grund, warum die Kurve nach zwanzig Jahren steiler steht als nach fünf.
Der Rechner verzinst monatlich und nimmt an, dass die Rate am Monatsanfang eingeht. Bei Zahlung am Monatsende fällt das Ergebnis um etwa eine Monatsverzinsung niedriger aus.
Wo der Effekt wirklich sitzt
In den ersten Jahren macht die Sparrate fast alles aus, der Zins fast nichts. Der Punkt, an dem die jährlichen Zinsen die jährlichen Einzahlungen übersteigen, liegt bei 5 % und 200 € im Monat erst nach etwa zwanzig Jahren — dahinter arbeitet überwiegend das Kapital.
Deshalb ist bei Sparplänen die Laufzeit der stärkste Hebel, nicht die Rendite. Fünf Jahre früher anfangen schlägt einen halben Prozentpunkt mehr Zins.
Was der Rechner nicht abzieht
Steuern und Inflation stehen nicht drin. Auf Kapitalerträge fallen in Deutschland 25 % Abgeltungsteuer plus Solidaritätszuschlag an, bis zum Sparerpauschbetrag von 1.000 € im Jahr aber nicht.
Die Inflation frisst zusätzlich an der Kaufkraft. Wer real rechnen will, setzt den Zinssatz abzüglich der erwarteten Inflation ein — aus 5 % werden dann etwa 3 %.