Eine IBAN trägt ihre eigene Prüfung mit sich: Zwei Ziffern hinter dem Länderkürzel sind so gewählt, dass die gesamte Nummer, als Zahl gelesen, bei Division durch 97 den Rest 1 lässt. Ein Zahlendreher zerstört diese Eigenschaft fast immer.
Das ist eine reine Rechnung. Sie sagt, dass eine Nummer richtig abgeschrieben wurde — nicht, dass das Konto existiert oder wem es gehört.
Wie das Modulo-97-Verfahren arbeitet
Zuerst wandern die ersten vier Zeichen ans Ende, dann wird jeder Buchstabe durch eine Zahl ersetzt: A wird zu 10, B zu 11 und so weiter bis Z zu 35. Aus DE89 wird also 1314 und 89. Übrig bleibt eine sehr lange Zahl, deren Rest bei Division durch 97 genau 1 sein muss.
Weil diese Zahl für jeden gewöhnlichen Datentyp zu groß ist, wird sie stückweise gerechnet: Ziffer für Ziffer, wobei nach jedem Schritt nur der Rest weiterwandert. Das Verfahren stammt aus ISO 7064 und erkennt jeden einzelnen Zahlendreher und jeden falschen Ziffernwert.
Was die Prüfung nicht kann
Sie kennt weder die Bank noch den Kontostand noch den Kontoinhaber. Eine erfundene, aber rechnerisch stimmige IBAN besteht die Prüfung anstandslos — deshalb ist sie ein Schutz gegen Tippfehler und keiner gegen Betrug.
Seit der Einführung von SEPA prüfen Banken außerdem nicht mehr, ob Name und Kontonummer zusammenpassen. Die Verordnung über Sofortüberweisungen führt dafür eine Empfängerüberprüfung ein, die den Namen abgleicht, bevor die Überweisung freigegeben wird.