Entnahmerechner

Wie lange ein Vermögen bei regelmäßiger Entnahme reicht, wenn Rendite und Inflation gegeneinander laufen.

20.000 € aus 500.000 € sind eine Entnahmerate von 4 Prozent.

Reicht für
48 Jahre
Entnahmerate
4 % im ersten Jahr
Reale Rendite
2,94 % nach Inflation
Dauerhaft tragfähig wären
14.706 € im Jahr
Nach zehn Jahren
541.181 €

Ob ein Vermögen reicht, entscheidet nicht die Rendite und nicht die Inflation, sondern der Abstand zwischen beiden. Fünf Prozent Rendite bei zwei Prozent Inflation sind real knapp drei — und nur diese drei stehen dauerhaft zur Entnahme bereit.

Der Rechner rechnet Jahr für Jahr: Das Vermögen wächst mit der Rendite, die Entnahme wächst mit der Inflation, und irgendwann überholt die eine die andere — oder eben nicht.

Was hinter der Vier-Prozent-Regel steckt

Sie stammt aus einer Untersuchung amerikanischer Kapitalmarktdaten und besagt, dass eine anfängliche Entnahme von vier Prozent, jährlich an die Inflation angepasst, dreißig Jahre lang durchhielt — in nahezu allen historischen Startjahren.

Sie ist eine Faustzahl, keine Garantie: Sie beruht auf einem bestimmten Aktienanteil, einem bestimmten Land und einem Zeitraum von dreißig Jahren. Wer vierzig Jahre plant oder anders anlegt, sollte vorsichtiger rechnen.

Warum die Reihenfolge der Renditen zählt

Diese Rechnung unterstellt eine gleichbleibende Rendite. In Wirklichkeit schwankt sie, und der Zeitpunkt der schlechten Jahre entscheidet: Wer in den ersten Entnahmejahren einen Einbruch erlebt, verkauft Anteile zu niedrigen Kursen und holt das später nicht mehr auf.

Derselbe Einbruch nach zwanzig Jahren ist verkraftbar. Deshalb sind ein Puffer aus sicheren Anlagen für die ersten Jahre und eine flexible Entnahme in schlechten Jahren wirksamer als jede Verfeinerung der Durchschnittsrechnung.

Häufige Fragen

Was heißt „dauerhaft tragfähig“?
Der Betrag, bei dem die Entnahme genau von der realen Rendite getragen wird und das Vermögen kaufkraftbereinigt gleich bleibt. Er ist niedriger als das, was die meisten erwarten — bei drei Prozent realer Rendite sind es eben drei Prozent des Vermögens im ersten Jahr.
Sind Steuern eingerechnet?
Nein. Auf Erträge fallen Kapitalertragsteuern an, und je nach Anlageform und Land gelten unterschiedliche Regeln und Freibeträge. Wer den Nettobedarf entnehmen will, muss die Entnahme entsprechend höher ansetzen als den Betrag, den er ausgeben möchte.
Was ist mit der gesetzlichen Rente?
Sie senkt den nötigen Entnahmebetrag, oft erheblich, und beginnt meist später als der Ruhestand selbst. Sinnvoll ist deshalb, die Zeit bis zum Rentenbeginn getrennt zu rechnen — mit hoher Entnahme — und danach mit dem verbleibenden Rest.

Quellen

Stand der Werte: 2026. Die Ergebnisse sind Orientierungswerte und ersetzen keine Steuerberatung.

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