Cashback klingt nach einer einfachen Zahl: ein Prozent, zwei Prozent, fünf Prozent auf alles. Am Jahresende steht auf der Abrechnung dann regelmäßig etwas anderes, als man im Kopf hatte. Dafür sind zwei Bedingungen verantwortlich, und beide stehen selten auf der Vorderseite des Angebots: eine monatliche Obergrenze für die Gutschrift und eine Jahresgebühr, die von der Gutschrift wieder abgeht.
Dieser Rechner rechnet beide mit. Aus Monatsumsatz und Prozentsatz ergibt sich die rechnerische Gutschrift, der Deckel kappt sie, die Jahresgebühr wird vom Jahresbetrag abgezogen — und was übrig bleibt, wird noch einmal auf den Umsatz bezogen. Diese letzte Zahl, der effektive Satz, ist die einzige, die sich mit dem beworbenen Prozentsatz überhaupt vergleichen lässt. Sie liegt oft deutlich darunter und kann bei hoher Gebühr auch negativ werden.
Der Deckel: fünf Prozent, die zwei sind
Ein Deckel ist eine monatliche Obergrenze für die Gutschrift, kein Jahresbudget. Er wirkt in jedem Monat neu, und ein ungenutzter Rest wird nicht in den nächsten Monat übertragen. Wer bei fünf Prozent und einem Deckel von 20 Euro im Monat 1 000 Euro über die Karte laufen lässt, erzeugt rechnerisch 50 Euro Cashback und bekommt 20. Ab 400 Euro Umsatz ändert sich an der Gutschrift nichts mehr; jeder weitere Euro bringt null. Über das Jahr sind das 240 Euro, gleichgültig, ob 12 000 oder 40 000 Euro über die Karte laufen.
Auf den Umsatz bezogen sind 240 Euro bei 12 000 Euro Jahresumsatz genau zwei Prozent — nicht fünf, und eine Jahresgebühr ist dabei noch gar nicht abgezogen. Genau diesen Wert zeigt der effektive Satz, und er sinkt weiter, je mehr über die Karte läuft. Der Hinweis unter dem Ergebnis sagt zusätzlich, ob der Deckel bei dem eingetragenen Umsatz überhaupt greift. Wer keine Obergrenze hat, trägt eine Null ein: dann bleibt der Deckel außer Betracht, und der effektive Satz weicht nur noch durch die Gebühr vom Prozentsatz ab.
Die Jahresgebühr und der Umsatz, ab dem sie wieder hereinkommt
Eine Jahresgebühr macht die Karte bis zu einem bestimmten Umsatz zum Minusgeschäft. Die Schwelle ist schnell gerechnet: Gebühr durch zwölf ergibt die Gutschrift, die jeder Monat mindestens einbringen muss, und daraus folgt über den Prozentsatz der nötige Umsatz. Bei einem Prozent und 60 Euro Gebühr im Jahr sind das 5 Euro Cashback im Monat und damit 500 Euro Umsatz im Monat. Darunter kostet die Karte mehr, als sie einbringt. Der Rechner nennt diesen Wert im Hinweis, damit er sich mit der eigenen Abrechnung vergleichen lässt.
Es gibt auch den Fall, in dem diese Schwelle gar nicht existiert. Liegt die Gebühr bei 600 Euro im Jahr und der Deckel bei 20 Euro im Monat, sind höchstens 240 Euro Gutschrift im Jahr möglich — die Gebühr ist durch keinen noch so hohen Umsatz hereinzuholen. Der Rechner nennt dann keine Zahl, sondern schreibt genau das in den Hinweis. Ein rechnerisch sauberer, aber unerreichbarer Umsatz wäre an dieser Stelle irreführend. Das Netto-Feld zeigt in solchen Fällen einen Betrag unter null, und der effektive Satz wird negativ.
Was gar nicht erst mitzählt
Der Betrag, den man einträgt, ist nicht der gesamte Kartenumsatz, sondern der Teil davon, für den es überhaupt eine Gutschrift gibt. Ausgenommen sind in den Bedingungen üblicherweise Überweisungen und Daueraufträge, Bargeldabhebungen am Automaten und der Kauf von Fremdwährung; häufig stehen auch Zahlungen an Behörden, Miete, Versicherungsbeiträge und Nebenkosten auf dieser Liste. Wer die Miete per Dauerauftrag zahlt, trägt sie hier also nicht ein.
Berechnet wird die Gutschrift fast immer vom Bruttobetrag der Zahlung, also einschließlich Mehrwertsteuer — der Summe, die auf dem Beleg steht. Rückbuchungen und Retouren mindern den Umsatz entsprechend, meist im Monat der Erstattung. Welche Umsätze zählen und welcher Deckel gilt, steht im Preis- und Leistungsverzeichnis der Bank und in den Bedingungen zur Karte; beide Dokumente gehören zum Vertrag und lassen sich schon vor dem Antrag lesen.