Die alte Regel „ein Hundejahr sind sieben Menschenjahre“ stimmt an keiner Stelle des Hundelebens. Ein einjähriger Hund ist geschlechtsreif und ausgewachsen, was einem Menschen von etwa fünfzehn entspricht, nicht von sieben.
Hunde altern am Anfang sehr schnell und danach langsamer — und große Rassen durchweg schneller als kleine. Beides zusammen macht aus der einfachen Multiplikation eine Kurve.
Warum große Hunde schneller altern
Bei fast allen Säugetieren leben größere Arten länger; innerhalb der Hunderassen ist es umgekehrt. Große Rassen wachsen in derselben Zeit auf ein Vielfaches des Gewichts, was mit hoher Zellteilungsrate und früherem Auftreten von Tumoren einhergeht.
In Zahlen: Ein Chihuahua erreicht oft 15 bis 17 Jahre, eine Deutsche Dogge selten mehr als 8 bis 10. Auf dasselbe Kalenderalter bezogen ist die Dogge damit erheblich weiter im Leben.
Die Formel aus der Epigenetik
2020 verglich eine Arbeitsgruppe die Methylierungsmuster im Erbgut von Hunden und Menschen und leitete daraus eine logarithmische Umrechnung ab: Menschenalter gleich 16 mal dem natürlichen Logarithmus des Hundealters plus 31.
Sie wurde an Labradoren entwickelt und trifft die frühen Jahre gut, unterscheidet aber nicht nach Größe. Der Rechner zeigt beide Werte, weil die Wahrheit zwischen ihnen liegt.