Der Körperfettanteil sagt mehr über die Zusammensetzung des Körpers als das Gewicht oder der BMI, weil er zwischen Muskel und Fett unterscheidet. Zwei Menschen mit demselben BMI können zwanzig Prozentpunkte auseinanderliegen.
Die hier verwendete Navy-Methode braucht nur ein Maßband. Sie schätzt den Anteil aus dem Verhältnis von Umfängen zur Körpergröße und trifft die Realität auf etwa drei bis vier Prozentpunkte genau — genug, um Veränderungen über Monate zu verfolgen.
Wie gemessen wird
Alle Maße werden am entspannten Körper genommen, morgens vor dem Essen und ohne das Band einzuschnüren. Der Hals wird unterhalb des Kehlkopfs gemessen, die Taille bei Männern auf Nabelhöhe und bei Frauen an der schmalsten Stelle, die Hüfte am größten Umfang.
Ein Zentimeter Messfehler an der Taille verschiebt das Ergebnis um etwa einen Prozentpunkt. Deshalb zählt weniger der absolute Wert als die Reihe: immer zur selben Tageszeit, immer an derselben Stelle.
Was als normal gilt
Bei Männern gelten etwa 14 bis 17 Prozent als sportlich, 18 bis 24 als durchschnittlich, ab 25 als erhöht. Bei Frauen liegen die Werte naturgemäß höher: 21 bis 24 sportlich, 25 bis 31 durchschnittlich, ab 32 erhöht.
Unter etwa 3 Prozent bei Männern und 12 Prozent bei Frauen wird das essenzielle Fett angegriffen, das Organe und Hormonhaushalt braucht. Sehr niedrige Werte sind kein Ziel, sondern ein medizinisches Problem.