Sonnenbrandzeit berechnen

Wie lange die Haut bei einem UV-Index ohne Schutz aushält — und was ein Lichtschutzfaktor daran wirklich ändert.

Bei UV-Index 7 hält dieser Hauttyp ungeschützt etwa 24 Minuten aus.

Ohne Schutz
24 Minuten
Rechnerisch mit Schutzmittel
11,9 Stunden bei LSF 30 — mehr, als die Sonne an einem Tag überhaupt liefert
Realistisch aufgetragen
4 Stunden bei üblicher Auftragsmenge
Nötige Menge für den Körper
rund 35 ml für den ganzen Körper, etwa sechs Teelöffel
Hinweis
Nachcremen stellt den Schutz wieder her, es verlängert die Zeit nicht.

Der UV-Index misst die sonnenbrandwirksame Strahlung: Ein Index von eins entspricht 25 Milliwatt je Quadratmeter. Wie lange eine Haut das aushält, hängt davon ab, wie viel Energie sie bis zur Rötung verträgt — und das ist der Hauttyp.

Aus beidem ergibt sich die Eigenschutzzeit. Bei UV-Index 7 und hellem Hauttyp sind es gut zwanzig Minuten, bei dunkler Haut ein Mehrfaches davon.

Was der Lichtschutzfaktor verspricht und was er hält

Der Faktor gibt an, um das Wievielfache sich die Zeit bis zur Rötung verlängert — im Labor, bei zwei Milligramm Creme je Quadratzentimeter Haut. Das sind für einen erwachsenen Körper rund 35 Milliliter, also etwa sechs Teelöffel, und eine Flasche von 200 Millilitern reicht damit für sechs Anwendungen.

Tatsächlich tragen die meisten Menschen ein Viertel bis die Hälfte dieser Menge auf. Der Schutz sinkt dabei nicht linear, sondern stärker: Bei halber Menge bleibt von LSF 30 rechnerisch etwa die Wurzel, also gut 5. Der Rechner setzt konservativ ein Drittel des angegebenen Faktors an.

Warum die Zeit kein Guthaben ist

Nachcremen verlängert die Schutzzeit nicht, es stellt nur den ursprünglichen Schutz wieder her, den Schwitzen, Wasser und Abrieb abgetragen haben. Wer die Zeit ausgeschöpft hat, muss aus der Sonne, nicht zur Flasche greifen.

Außerdem addiert sich die UV-Dosis über den Tag. Zwei Aufenthalte von je einer halben Eigenschutzzeit sind zusammen eine ganze — die Haut führt Buch, auch wenn zwischendurch Schatten war.

Häufige Fragen

Ab welchem UV-Index brauche ich Schutz?
Ab drei empfehlen die Strahlenschutzbehörden Schutz, ab acht auch die Mittagsstunden zu meiden. In Deutschland erreicht der Index im Sommer sechs bis acht, im Hochgebirge und in den Tropen zehn und mehr. Er wird täglich veröffentlicht und gilt für den Sonnenhöchststand.
Schützt Vorbräunen?
Kaum. Eine Bräune durch Solarium entspricht etwa einem Lichtschutzfaktor von 2 bis 3, weil sie überwiegend aus UV-A stammt und die schützende Hornschichtverdickung fehlt. Der Schaden an der Erbsubstanz entsteht dabei trotzdem.
Gilt der UV-Index auch im Schatten und im Wasser?
Im Schatten sinkt die Belastung auf etwa die Hälfte, unter einem Sonnenschirm auf ein Drittel bis die Hälfte, weil Streustrahlung von Himmel, Sand und Wasser dazukommt. In fünfzig Zentimetern Wassertiefe wirken noch etwa vierzig Prozent — Baden schützt nicht.

Quellen

Stand der Werte: 2026. Die Ergebnisse sind Orientierungswerte und ersetzen keine Steuerberatung.

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