Konfidenzintervall-Rechner

Konfidenzintervall für den Mittelwert aus Standardabweichung und Stichprobenumfang — 90, 95 oder 99 %.

Vonaktualisiert

Der Durchschnitt der tatsächlich erhobenen Werte.

Die Streuung der Einzelwerte, nicht der Standardfehler — den bildet der Rechner selbst.

Wie viele Werte in den Mittelwert eingegangen sind.

Ein höheres Niveau liefert ein breiteres Intervall, kein genaueres Ergebnis.

Das 95-%-Intervall reicht von 95,8422 bis 104,1578, die Fehlergrenze beträgt 4,1578. Die Prozentzahl beschreibt das Verfahren, nicht dieses eine Intervall.

Untere Grenze
95,8422
Obere Grenze
104,1578
Fehlergrenze (±)
4,1578

Aus 50 Messwerten ergibt sich ein Mittelwert von 100 bei einer Standardabweichung von 15. Das 95-%-Konfidenzintervall reicht dann von 95,84 bis 104,16, die Fehlergrenze beträgt 4,16 — gerechnet als 1,960 · 15 / √50.

Der Mittelwert einer Stichprobe ist eine Schätzung und kein exakter Wert: Eine zweite Stichprobe hätte eine andere Zahl geliefert. Das Intervall zeigt diesen Spielraum an. Wie breit er ausfällt, hängt an genau drei Größen — der Streuung der Werte, dem Umfang der Stichprobe und dem gewählten Niveau.

Was die 95 Prozent tatsächlich aussagen

Die Zahl beschreibt das Verfahren, nicht das eine Intervall, das gerade vor Ihnen steht. Zöge man die Stichprobe hundertmal und rechnete jedes Mal auf dieselbe Weise, dann schlössen rund 95 dieser hundert Intervalle den wahren Mittelwert der Grundgesamtheit ein und etwa fünf verfehlten ihn. Zu welcher Gruppe Ihr Ergebnis gehört, verrät es nicht.

Der Satz „mit 95 Prozent Wahrscheinlichkeit liegt der wahre Mittelwert zwischen 95,84 und 104,16“ ist deshalb falsch, so häufig er auch geschrieben wird. Der wahre Mittelwert ist eine feste Zahl; er liegt in diesem Intervall oder eben nicht. Zufällig sind die Grenzen — nicht das, was sie einschließen.

Vierfacher Umfang, halbe Breite

Im Nenner steht die Wurzel aus n, nicht n selbst. Für das Beispiel mit 50 Werten liegt die Fehlergrenze bei 4,16; bei 200 Werten sind es 2,08 und erst bei 800 Werten 1,04. Jede Halbierung der Breite kostet also das Vierfache an Daten.

Das erklärt, warum Erhebungen ab einer gewissen Größe kaum noch wachsen: Der Schritt von 1 000 auf 4 000 Befragte halbiert die Fehlergrenze, der von 4 000 auf 16 000 halbiert sie erneut — bei jeweils vervierfachtem Aufwand. Eine geringere Streuung in den Daten wirkt dagegen linear und ist meist günstiger zu erreichen, etwa über ein sauberer definiertes Messverfahren. Aus demselben Grund weisen amtliche Erhebungen ihre Ergebnisse nicht als blanke Zahl aus, sondern mit Angaben zur Genauigkeit.

z oder t — wann dieser Rechner ein zu schmales Intervall liefert

Die Werte 1,645, 1,960 und 2,576 stammen aus der Normalverteilung und gelten streng genommen nur, wenn die Standardabweichung der Grundgesamtheit bekannt ist. In der Praxis wird sie aus derselben Stichprobe geschätzt. Diese zusätzliche Unsicherheit fängt die t-Verteilung auf, deren Werte vom Stichprobenumfang abhängen.

Bei 50 Werten fällt der Unterschied kaum ins Gewicht: Statt 1,960 stünde dort 2,010, und die Fehlergrenze wüchse von 4,16 auf 4,26. Bei nur 10 Werten liegt der t-Wert dagegen bei 2,262, und ein mit z gerechnetes Intervall wäre spürbar zu schmal. Ab etwa 30 Werten ist die Abweichung für die meisten Zwecke vernachlässigbar, darunter sollten Sie mit der t-Verteilung rechnen.

Häufige Fragen

Sagt das Intervall etwas über einzelne Messwerte?
Nein, es beschreibt allein, wie genau der Mittelwert getroffen ist. Wo die Einzelwerte liegen, zeigt die Standardabweichung: Bei annähernd normalverteilten Daten fallen rund zwei Drittel von ihnen in den Bereich 100 ± 15, also zwischen 85 und 115 — deutlich weiter auseinander als die Grenzen 95,84 und 104,16.
Warum wird das Intervall bei 99 Prozent breiter?
Weil mehr Sicherheit nur über mehr Spielraum zu haben ist. Bei denselben Daten wächst die Fehlergrenze von 3,49 bei 90 Prozent über 4,16 bei 95 Prozent auf 5,46 bei 99 Prozent. Ein Intervall mit hundertprozentiger Abdeckung wäre unendlich breit und damit ohne jede Aussage.
Müssen die Daten normalverteilt sein?
Bei kleinen Stichproben ja, sonst passen die z- und t-Werte nicht. Bei größerem Umfang sorgt der zentrale Grenzwertsatz dafür, dass der Mittelwert selbst annähernd normalverteilt ist, auch wenn es die Einzelwerte nicht sind. Bei stark schiefen Verteilungen oder einzelnen Ausreißern braucht es dafür allerdings weit mehr als die oft genannten 30 Werte.

Quellen

Stand der Werte: 2026. Die Ergebnisse sind Orientierungswerte und ersetzen keine Steuerberatung.

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